Wie geht es den ehemaligen DaWanda-Verkäufer*innen?

ehemalige_dawanda_verkäuferinnenv.l.n.r. Birgit Schülein (Inhaberin von Art.Argentum) & Roxanne Leissring (Inhaberin von schmuckmitbotschaft)

Seit einem Jahr ist DaWanda nun offline. Viele der Verkäufer*innen waren damals geschockt vom plötzlichen Ende der Plattform, auf der sie sich eine Selbstständigkeit aufgebaut hatten. Doch wie geht es den ehemaligen DaWanda-Verkäufer*innen heute bei Etsy? Wir haben nachgefragt.

Vor ziemlich genau einem Jahr schloss die Plattform DaWanda ihre Pforten. Viele Verkäufer und Verkäuferinnen waren geschockt über das plötzliche Aus der Plattform und blickten unsicher in die Zukunft. Den rund 70.000 aktiven Verkäufern wurde die Möglichkeit geboten, kostenlos zur bisherigen Konkurrenz Etsy umzuziehen.

Wir haben mit zwei unterschiedlichen Verkäuferinnen gesprochen, die uns von Ihren Erfahrungen mit Etsy berichtet haben und ob sich ihre Erwartungen bestätigt haben.

 

„Es kommt immer auf das Produkt an. Man sollte sich von der Masse abheben und etwas ausgefallene Arbeiten anbieten. Dann findet man auch Kunden, auch auf so einer großen Plattform.“  – Birgit Schülein, Inhaberin von Art.Argentum

 

Die freischaffende Künstlerin, Goldschmiedin und Gestalterin Birgit Schülein ist eine der ehemaligen DaWanda-Verkäuferinnen. Sie hatte mit DaWanda den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und wusste erst nicht, wie es weitergehen sollte. SPIEGEL ONLINE sagte sie im Juli 2018: „Bei Etsy habe ich seit sechs Jahren eine Seite, dort aber bislang nur sechs Produkte verkauft. Das Portal ist einfach zu groß und hat zu viele Mitglieder. Ich sehe da einfach keine Zukunft.“. Wir haben mit ihr gesprochen und sie konnte uns Überraschendes erzählen.

Denn ganz gegen Ihre Befürchtungen haben sich Ihre Verkäufe im Vergleich zu DaWanda sogar erhöht. Und auch die Vielfalt der Kunden, die Sie über Etsy erreicht, begeistern die Verkäuferin. „Ich hatte in diesem Jahr bei Etsy zahlreiche internationale Kunden. Es ist sehr spannend, auch mal für jemanden aus Australien Trauringe zu fertigen.“ Und um diesen Erfolg zu erzielen, musste die Verkäuferin aus Karlsruhe keine zusätzliche Werbung machen. Nach dem Wechsel von DaWanda zu Etsy war es für Birgit zwar ein massiver technischer Aufwand, den Shop einzurichten und alles neu zu ordnen, doch nach diesem Aufwand funktioniert jetzt alles problemlos. Etsy lässt sich ihrer Meinung nach besser bedienen und auch technische Änderungen im Shop laufen reibungslos ab. Nur einen direkten Ansprechpartner vermisst sie auf Etsy ab und zu.

Auch Roxanne Leissring konnte ihren Shop ganz ohne zusätzliche Werbung gut auf Etsy etablieren. Dies lag zum einen daran, dass mit dem DaWanda-Aus auch dessen Konkurrenz verschwand, aber mit Sicherheit auch an der Erfahrung, die sie an den Tag legt.

Roxanne ist Inhaberin des Onlineshops schmuckmitbotschaft.de. Mit DaWanda startete sie damals in den E-Commerce und gründete 2014 ihren eigenen Onlineshop. Damit hat sie es geschafft, sich unabhängig von Verkaufsplattformen auf dem Markt aufzustellen. Ihr später eröffneter Etsy-Shop führte neben ihrem DaWanda-Shop lange ein Schattendasein. Im SPIEGEL ONLINE-Interview aus dem letzten Jahr äußerte sie sich optimistisch und blickte entspannt in die Zukunft. Sie wusste, dass es neben einem guten Angebot auch etwas Geduld braucht, bis man auf so einer großen Plattform an Sichtbarkeit gewinnt.

 

„Für ganz neue Shops kann es, selbst mit einem guten Angebot, mehrere Monate dauern, bis der Umsatz merkbar hochgeht.“ – Roxanne Leissring, Inhaberin von schmuckmitbotschaft.de

 

Auch wenn die Designerin aus Hessen die umfangreichen Funktionen von Etsy schätzt und sich immer über smarte Neuerungen freut, zieht sie viele Vorteile aus ihrem unabhängigen Onlineshop. So kann sie eine neue Landingpage oder Content-Marketing-Ideen unmittelbar umsetzten und den Erfolg direkt messen. Doch auch ihre Kunden profitieren. „Allgemein bin ich mit meinen ‚eigenen‘ Onlineshops komplett unabhängig von Dritten und kann meinen Kunden dadurch auch eine attraktivere Preisgestaltung, beispielsweise in Form von kostenlosem Versand oder Rabatten, bieten. Diese Ersparnis an Provisionen und Gebühren gebe ich gerne an meine Kunden weiter.“ Trotzdem würde sie nicht jedem, der mit Handmade-Artikeln Geld verdienen möchte, pauschal zu einem eigenen Onlineshop raten: „Mit einem eigenen Onlineshop hat man keine ‚Laufkundschaft‘ wie bei den Handmade-Plattformen. Man muss also an vielen Rädchen drehen, um einen funktionierenden, rechtssicheren Shop zu haben – der dann auch noch genug Kunden anzieht. Ohne fundierte Kenntnisse in verschiedenen Bereichen, z. B. Programmieren oder Marketing, wird das Ergebnis eher wenig überzeugen.“

 

Für alle, die einen Schnellstart hinlegen wollen, hat Roxanne so einige Tipps. Ihr interdisziplinäres Wissen bietet sie nun als Beratung rund um Online-Marketing und Content-Design für Unternehmen und Startups an. Mehr Infos dazu gibt es auf www.liebmontag.com

 

Zum Schluss haben wir auch Roxanne gefragt, ob es Momente gibt, in denen sie sich ihren DaWanda-Shop zurückwünschen würde „Ja. Schließlich war Dawanda eine gute Umsatz-Quelle und hatte einen gewissen familiären Charme…“

Auch wenn die beiden Verkäuferinnen den familiären Charme von DaWanda manchmal vermissen, sind beide auf jeden Fall glücklich und erfolgreich bei Etsy. Darüber freuen wir uns sehr und wünschen den beiden, dass das kommende Jahr mindestens genauso erfolgreich wird.

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Top 4 Gründe für Warenkorbabbrüche

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Der Check-Out-Prozess in einem Shop ist essenziell. Da sollte alles glatt laufen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum es manchmal nicht so glatt läuft und was man dagegen unternehmen kann.

Es kann sehr frustrierend sein, wenn man in seiner Statistik feststellt, dass viele Kunden kurz vor Abschluss einer Bestellung abbrechen und den Shop verlassen. Dann gilt es, die Ursachen dafür zu finden und zu beseitigen, um die Abbrüche zu senken und die Verkäufe zu steigern.

Gründe können sein:

1. Hohe Versandkosten

Zu Zeiten von Amazon Prime sind viele Kunden schon abgeneigt, wenn überhaupt Versandkosten anfallen. Kostenfreien Versand anzubieten, kann sich nicht jeder Shopbetreiber leisten. Deswegen gilt: Wenn Versandkosten anfallen, sollten diese natürlich verhältnismäßig sein. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Versandkosten klar kommuniziert werden. Wenn der Kunde erst im letzten Schritt des Bestellprozesses sieht, wie viel Versandkosten auf ihn zukommen, ist ein Warenkorbabbruch vorprogrammiert.

2. Lange Lieferzeit

Wie oft haben wir das selber schon erlebt. Man ist online auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk und natürlich ist die Geburtstagsfeier schon in 3 Tagen. Man findet etwas Tolles, packt es in den Warenkorb, will bestellen und dann Lieferzeit 5-7 Werktage. Und schon ist man auf der Suche nach einer passenden Alternative mit kürzerer Lieferzeit. Deswegen ist es wichtig, kurze Lieferzeiten anzubieten und diese auch sichtbar zu kommunizieren. Lieferzeiten dürfen außerdem nicht relativiert werden – Angaben wie „Versandfertig in…“, „Lieferzeit auf Anfrage“, „in der Regel…“, „Voraussichtliche Lieferzeit“ dürfen nicht verwendet werden. Auf der sicheren Seite ist man mit Zirka-Angaben (Lieferzeit ca. 3 Tage). Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

3. Der Kunde erfährt zu spät, wie er bezahlen kann

Verschiedene Kunden bevorzugen unterschiedliche Zahlungsmethoden. Wenn die favorisierte Zahlungsart nicht angeboten wird, kann das im schlimmsten Fall zum Abbruch des Bestellprozesses führen. Aus diesem Grund sollten man als Shopbetreiber darauf achten, möglichst viele verschiedene Zahlungsarten im Shop anzubieten. Eine Möglichkeit, viele Zahlungsarten anbieten zu können, ist zum Beispiel die Lösung von Mollie. Darüber erfahren Sie mehr in dem Artikel „Alle Paymentanbieter – auch für kleine Unternehmen“ auf unserem PayJoe-Blog.

4. Kundenkonto anlegen

Je schneller und einfacher der Kunde den Bestellprozess durchlaufen kann, desto besser. Wenn er jedoch erst ein Kundenkonto erstellen oder sehr viele Daten eingeben muss, führt dies häufig zu einem Abbruch des Bestellprozesses. Also sollte man es dem Kunden immer so einfach wie möglich machen und nur die Daten abfragen, die man wirklich benötigt.

 

Noch mehr Infos und Tipps zum Thema Warenkorbabbruch gibt es bei Shopify.

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Wie Produktvideos Ihren Onlineshop bereichern

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Auch wenn sie nicht fehlen darf – das Lesen einer lange Produktbeschreibung ist nicht jedermanns Sache. Neben der übersichtlichen Aufbereitung der schriftlichen Informationen zu Ihrem Produkt, können Sie auch Videos nutzen um Ihren Kunden Informationen zum Produkt zu vermitteln. Wir zeigen Ihnen welchen Vorteil Sie durch Produktvideos haben und wie Sie damit sogar Geld sparen können.

1. Videos müssen nicht immer selbst produziert werden

Wenn Sie in Ihrem Shop Produkte größerer Hersteller und Marken verkaufen, müssen Sie in Produktvideos häufig nur sehr geringen Aufwand oder Kosten investieren. Viele größere Hersteller haben diese Arbeit nämlich schon erledigt. Um herauszufinden ob es für Ihre Produkte bereits Videos gibt, können Sie entsprechende Datenbanken durchsuchen. Eine große Datenbank bietet demoup.com.

Wenn Sie Kapazitäten, technische Mittel und Know-How besitzen, können Sie Videos natürlich auch in Eigenregie produzieren. Hier bietet es sich an, ein Videoformat zu entwickeln, in dem immer der gleiche Mitarbeiter vor der Kamera steht und Ihrem Shop so noch mehr Authentizität verleiht.

2. Retouren senken

Häufig werden Produkte zurückgeschickt, weil Sie nicht den Erwartungen des Kunden entsprechen. Bewegte Bilder können dabei helfen, dem Kunden einen genaueren Überblick über Beschaffenheit und Funktionen des Produkts zu vermitteln. So bieten Sie auch Spontankäufern oder eher lesefaulen Kunden einen schnellen und einfachen Weg, ihre Kaufentscheidung gezielter zu treffen. Am Ende kann Ihnen das einige Retouren ersparen.

3. Showrooming vermeiden

Was Webrooming für den stationären Handel ist, ist Showrooming für den Onlinehändler. Der Kunde sieht das Produkt Online und anstatt es direkt zu bestellen, geht er in ein Ladengeschäft um sich das Produkt genauer anzuschauen und sich eventuell beraten zu lassen. Die Gefahr, dass der Kunde nicht in Ihren Onlineshop zurückkehrt, weil er es zum Beispiel beim Showrooming direkt gekauft hat, erhöht sich. Produktvideos können helfen das Bedürfnis nach Showrooming beim Kunden zu senken, weil er sich durch das Video bereits ein gutes Bild des Produktes machen kann.

4. Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings

Auch Google weiß, dass Content in Form von Videos besser beim Nutzer ankommt. Aus diesem Grund erhalten Videos bei Google eine größere Relevanz. So können Sie mit den Clips auf Ihrer Seite sogar Ihr Ranking bei Google verbessern und so mehr Seitenbesucher und am Ende mehr Käufe generieren.

 

Tipp zur eigenen Produktion:

Wenn Sie in ihrem Shop verkaufsstarke Produkte haben, zu denen es allerdings noch keine Produktvideos gibt – z.B. weil es sich dabei um eine Ihrer Eigenmarken handelt –, können Sie auf Plattformen wie fiverr.com nach Anbietern suchen, die Sie bei einer Produktion unterstützen können oder diese ganz für Sie übernehmen. Geben Sie im Suchfeld einfach „produkt video“ ein. Sie finden eine Vielzahl an Anbietern, die professionelle Produktionen zu einem guten Preis anbieten.

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Like Buttons – Verantwortung liegt auch beim Onlinehändler

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Am Montag (29.07.19) fiel die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Wenn Seitenbetreiber einen rüvckFacebook-Like-Button auf Ihrer Webseite einbinden, sind sie mitverantwortlich für die Weitergabe bzw. Weiterverarbeitung der personenbezogenen Daten. Aber was bedeutet das jetzt und was ist noch erlaubt?

Wie alles begann.

Alles begann im Jahr 2015 mit einem Like-Button auf der Seite des Onlineshops Fashion ID. Die Verbraucherzentrale NRW sieht darin einen Verstoß gegen die Datenschutzrichtlinien. Denn das Social-Plugin übermittelt in der Regel schon beim Laden der Seite automatisch personenbezogene Daten an Facebook. Zum Beispiel Informationen über den genutzten Browser und die IP-Adresse des Seitenbesuchers. Dies führte zu einem Verfahren am Oberlandesgericht Düsseldorf, welches sich daraufhin an den EuGH wandte.

4 Jahre später.

Am 29.07.2019 fiel nun das Urteil am EuGH. Jedoch ist zu beachten, dass hier eine Klage aus dem Jahr 2015 verhandelt wurde. Zu dieser Zeit war die rechtliche Grundlage nicht die DSGVO, wie wir Sie seit dem letzten Jahr kennen, sondern die Richtlinie 95/46/EG zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr. Diese wurde 1995 erlassen und mit Wirkung zum 25. Mai 2018 aufgehoben und durch die Datenschutz-Grundverordnung ersetzt. Trotzdem lassen sich aus dem Urteil Rückschlüsse darüber ziehen, wie zukünftige Entscheidungen bei ähnlichen Verfahren mit der DSGVO als Rechtsgrundlag ausfallen können.

Das Problem mit dem Like-Button.

Der „Gefällt mir“-Button ermöglicht dem Seitenbetreiber, seine Produktwerbung auf Social Media zu optimieren. Denn die Likes, die durch das Plugins auf der Seite generiert werden, erhöhen die Sichtbarkeit auf Facebook. Der Seitenbetreiber willig mit der Einbindung des Like Buttons in seinem Onlineshop zumindest stillschweigend ein, dass personenbezogene Daten der Seitenbesucher erfasst und weitergegeben werden und nutzt diese zu seinem wirtschaftlichen Vorteil.

Was der EuGH sagt.

In der Pressemitteilung heißt es  „[…]Dagegen kann Fashion ID für die Vorgänge des Erhebens der in Rede stehenden Daten und deren Weiterleitung durch Übermittlung an Facebook Ireland als gemeinsam mit Facebook verantwortlich angesehen werden, da (vorbehaltlich der vom Oberlandesgericht Düsseldorf vorzunehmenden Nachprüfung) davon ausgegangen werden kann, dass Fashion ID und Facebook Irland gemeinsam über die Zwecke und Mittel entscheiden.“.

Was bedeutet das jetzt?

Der Seitenbetreiber hat das Plugin eingebaut und profitiert von den genutzten Daten. Facebook verarbeitet diese Daten. Daraus ergibt sich die gemeinsame Verantwortlichkeit.

Im Falle einer gemeinsamen Verantwortlichkeit sieht das Gesetzt einen Vertrag vor (bei aktueller Rechtslage: Vereinbarungen zur gemeinsamen Verantwortlichkeit gem. Art. 26 DSGVO). So ein Vertrag existiert aber nicht zwischen den Seitenbetreibern und den Social Media Plattformen. Die Seitenbetreiber sind nun darauf angewiesen, dass Facebook und Co. solche Verträge ausarbeitet und zur Verfügung stellen. Facebook hat es immerhin versucht. Doch der Vertrag, den Facebook anbietet, genügt den gesetzlichen Anforderungen leider nicht. Bist jetzt stellt keine dieser Seiten einen Vertrag zur Verfügung, der den gesetzlichen Anforderungen genügt.

Das Urteil des EuGH hat auch darüber entschieden, dass es eine Einwilligung des Seitenbesuchers erfordert, wenn Dienste dieser Art auf der Seite eingesetzt werden.

Diese ganze Problematik betrifft nicht nur den Facebook-Like-Button auf der Webseite, sondern auch Share-Buttons, interaktive Maps usw. – eben alle Dienste von Drittanbietern, die Daten übermitteln.

Also kein Facebook-Like-Button mehr für den Onlineshop?

Jain. Wenn der Facebook Like Button nicht von der Webseite wegzudenken ist und man bereit ist, das Risiko einzugehen, ohne Vereinbarung über die gemeinsame Nutzung und ohne Einwilligung des Seitenbesuchers den Like-Button weiter zu nutzen, sollte die Shariff-Lösung von Heise eingesetzt werden.

Fazit des Urteils.

Die Einbindung von Plugins der verschiedenen Social Media Plattformen bleibt weiterhin rechtlich riskant. Ob man das Risiko als Onlineshopbetreiber eingehen sollte, muss jeder Shopbetreiber für sich selbst entscheiden. Wenn man sich dafür entscheidet das Risiko einzugehen, weil die Like Buttons verschiedener Social Media Seiten ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells sind, raten Anwälte dazu, Rücklagen für eventuelle Bußgelder zu bilden. Falls es dann zu einer Abmahnung kommen sollte, ist man zumindest finanziell ein Stück weit darauf vorbereitet.

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5 Tipps gegen das Sommerloch

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In den meisten Branchen des E-Commerce, droht in den nächsten Wochen das gefürchtete Sommerloch. Wie Sie diese Zeit für sich und Ihren Shop optimal nutzen können, erfahren Sie in unseren 5 Tipps.

Die Nachfrage sinkt und der Umsatz mit ihr. Im Sommer liegt der Fokus mehr auf Urlaub, Freizeit und Eis essen – weniger beim Onlineshopping. Nicht alle Branchen leiden in den Sommerwochen unter einem Umsatzrückgang. Shops für Gartenzubehör, Sport, Freizeit und Auto haben es in den Sommerwochen mit dem Umsatz wesentlich leichter. Schlecht sieht es jedoch für die Shops der restlichen Branchen, wie Bürobedarf, Haustierbedarf oder Kosmetik aus. Wie Sie es schaffen, Ihre Verkäufe trotz Urlaubzeit anzukurbeln und wie Sie die Sommerzeit effektiv für Ihren Shop nutzen können, verraten wir Ihnen in unseren Tipps.

Hier sind unsere 5 Top-Tipps gegen das Sommerloch:

1. Zeit für To Do‘s

Sie wollten schon seit Ewigkeiten einige Produktbilder erneuern, Produktbeschreibungen anpassen oder sich dieses Jahr früher auf Ihre Werbekampagnen für die Weihnachtszeit vorbereiten? Nutzen Sie das Sommerloch doch genau für die Dinge, die im stressigen Arbeitsalltag häufig hintenangestellt werden.

2. Flash Sales

Wenn Sie Ihren Umsatz im Sommer ankurbeln wollen, dann bieten Sie z. B. sogenannte Flash Sales an. Dabei handelt es sich um attraktive Angebote die nur über einen sehr kurzen Zeitraum (24-48 Stunden) verfügbar sind. Durch die kurze Angebotsdauer könne Sie Kaufimpulse und das Gefühl von Dringlichkeit bei Ihren Kunden hervorrufen.

3. Co-Marketing

Wenn Sie selbst keine Produkte im Shop haben, die perfekt in die Sommerzeit passen, gibt es trotzdem Möglichkeit Ihre Verkäufe zu steigern. Vielleicht haben Sie Produkte, die in Kombination mit einem anderen Thema besser zum Sommer passen. Suchen Sie nach anderen Shops, die Artikel vertreiben, die sich gut mit Ihren kombinieren lassen. Halten Sie dabei besonders nach Shops Ausschau, die ein Sortiment haben, das auch im Sommer umsatzstark ist. Die Branchen Garten, Sport, Freizeit und Auto bieten dabei besonders gute Möglichkeiten. Beispiel für eine Kombination wäre Haustierbedarf + Garten/Freizeit. Nehmen Sie Kontakt zu andere Shopbetreibern auf und entwickeln Sie gemeinsam eine Co-Marketing-Strategie.

4. SEO

Beschäftigen Sie sich mit der Auffindbarkeit Ihres Shops. Dabei können Ihnen Tools wie Sistrix helfen. Solche Tools zeigen Ihnen beispielsweise Schwachstellen in Ihrem Shop auf. Diese können oft schnell beseitigt werden und so die Sichtbarkeit Ihres Shops verbessern. Dazu gibt es weitere Funktionen wie z. B. die Überwachung von Wettbewerbern oder Tools für das Schalten von Ads. Wenn Sie sich erst einmal mit einem Tool vertraut gemacht haben, bringt Sie das auch zukünftig voran.

5. Sommerstimmung in Ihrem Shop

Sorgen Sie mit den richtigen Headern und Farben für mehr Sommerstimmung in Ihrem Onlineshop. Auch auf Ihren Social-Media-Kanälen können Sie den Sommer einziehen lassen. So machen Sie den Kunden mehr Lust aufs Stöbern und Einkaufen.

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5 Praxistipps um die Retourenquote zu senken

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Dem Kunden die Möglichkeit einer Rücksendung zu ermöglichen, ist wichtig. Doch wenn dieser Service zu häufig genutzt wird, kann es für den Onlinehändler teuer werden. Mit unseren 5 Praxistipps können Sie die Retourenquote Ihres Shops senken.

Jedes sechste Paket wird zurückgeschickt. Dies ermittelten Wirtschaftswissenschaftler der Universität Bamberg. Das ist eine ganze Menge. Nicht überraschend ist, dass die Rücksendequoten im Bereich Mode besonders hoch sind. Die gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsfrist liegt bei 14 Tagen. Viele Anbieter räumen jedoch weitaus längere Zeiträume ein, um Ware zurückzusenden. Das ist gar nicht mal so verkehrt. Denn bei langen Fristen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Retoure beim Kunden in Vergessenheit gerät. Für den Händler ist eine Retoure immer mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei einer Umfrage des ibi research Institut der Universität Regensburg zeigte sich, dass 4 von 10 Kunden schon beim Kauf der Ware die Rücksendung bewusst einkalkulieren.

Mit den folgenden Praxistipps können Sie die Menge und somit die Kosten der Retouren Ihres Shops so gering wie möglich halten.

1. Produktbeschreibung

Eine detaillierte und vor allem korrekte Produktbeschreibung gibt dem Kunden eine gute Grundlage für seine Kaufentscheidung. Je sicherer sich der Kunde bei der Bestellung sein kann, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde das Produkt zurückschickt.

2. Produktbilder

Ähnlich wie bei der Produktbeschreibung verhält es sich auch mit den Bildern des Produkts. Mehrere Produktbilder in guter Qualität geben dem Kunden eine gute Vorstellung von dem Produkt, das er geliefert bekommen wird. Je besser die Bilder die Realität wiedergeben, desto weniger weichen die Vorstellungen des Kunden ab. Dies kann die Retourquote deutlich senken. (Tipps zur guten Produktfotografie mit einfachen Mitteln finden Sie hier.)

3. Beratung bei Varianten

Häufig kommt es vor, dass ein Produkt in mehreren Varianten verfügbar ist und der Kunde sich nicht sicher ist welche die richtige ist. Ganz besonders bei Kleidung kommt dies häufig vor. Wenn ein Produkt in mehreren Varianten im Warenkorb vorliegt (z.B. eine Hose in zwei verschiedenen Kleidergrößen), bietet es sich an, den Kunden durch ein Pop-up Fenster vor Abschluss der Bestellung auf seine Mehrfachauswahl hinzuweisen. Verweisen Sie gerne auch auf den Umweltaspekt und den negativen Einfluss, den die Rücksendungen ­­­­­­haben. Im gleichen Zug bieten Sie die Möglichkeit einer Produktberatung an. Dies kann z.B. eine Größentabelle (diese sollten natürlich auch schon in der Produktbeschreibung vorliegen) sein oder auch eine telefonische Beratung.

4. Zahlungsweise

Auch die Art der Bezahlung hat einen Einfluss auf die Retourenquote. Gut zu sehen ist dies am Beispiel der Rücksendungen im Bereich Mode. Wenn der Kunde hier per Rechnung zahlt, liegt die Retourquote bei über 55%. Wenn der Kunde aber per Vorkasse bezahlt, sinkt diese Quote auf 30% ab. Trotzdem muss dem Kunden ein guter Serviceumfang geboten werden. Da gehört die Auswahl von verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten natürlich dazu. Aber wenn Sie reichlich Möglichkeiten anbieten, ist es eventuell einen Versuch Wert die Option von Zahlung auf Rechnung erst einmal nicht mehr anzubieten.

5. Lieferzeiten geringhalten

Zuletzt kann auch die Lieferzeit einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob der Kunde Ihnen ein Produkt zurücksendet oder nicht. Denn wenn der Kunde Ihr Produkt dringend benötig, kann es passieren, dass er in der Zeit in der er auf Ihr Päckchen wartet, die Augen nach einer Alternative offenhält. Vielleicht entdeckt er das Produkt auch in einem anderen Shop oder im Offlinehandel. Wenn ihr Produkt dann endlich ankommt, wird es schon nicht mehr benötigt und direkt vom Kunden zurückgeschickt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Optimierung und beim Sparen.

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Buchhaltung im Onlinehandel einfach gemacht

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Beim Thema Buchhaltung bekommen nur wenig Menschen Lust auf mehr. Vor allem für Onlinehändler ist es oft schon schwierig einen Steuerberater zu finden, der sich der Sache annimmt. Doch mit der richtigen Softwarelösung können Sie sich selbst und Ihrem Steuerberater das Leben erleichtern und so auch noch Geld sparen.

Eine der größten Branchen, die die Digitalisierung hervorgebracht hat, ist der Onlinehandel. Dieser hat einen absoluten Siegeszug hinter sich. Mit einem Umsatz von 48,9 Milliarden Euro wurde, im Jahr 2017 in Deutschland, ein absoluter Spitzenwert erreicht – und der Aufwärtstrend geht weiter. Doch was ist mit all diesen Onlinehändlern? Wer führt deren Buchhaltung? Wer arbeitet Jahresabschlüsse und Bilanzen für sie aus? Für viele Onlinehändler ist es sehr schwer eine geeignete Steuerkanzlei zu finden, die sich der Aufgabe gewachsen fühlt. Doch was ist eigentlich das Problem, dass so viele Steuerberater sich den Onlinehändlern nicht annehmen wollen? Onlinehändler haben meist sehr viele Einzeltransaktionen. Eine tägliche Bestellzahl in dreistelliger Höhe ist keine Seltenheit. Diese vielen Einzeltransaktionen müssen verwaltet werden – und das schreckt ab. Denn damit werden viel Arbeit und ein riesiger Zeitaufwand in Verbindung gebracht, was auf den ersten Blick wenig lohnenswert für die eigene Bilanz erscheint. Doch das muss nicht sein! An dieser Stelle kommen die Vorteile der Digitalisierung ins Spiel. Digitalisierung bedeutet immer auch Automatisierung: Alle Daten, die digital vorliegen, können durch Routinen von Softwaresystemen verarbeitet werden.

Softwarelösungen zur Unterstützung

Eine dieser Softwarelösungen, die hilft die Buchhaltung für Onlinehändler schnell und ordnungsgemäß abzuwickeln, ist PayJoe. Diese Lösung stellt die Zahlungsdaten von Anbietern wie PayPal, Amazon, Klarna und Co zur Verfügung und reichert sie mit Beleginformationen wie der Rechnungsnummer an. Damit können im Buchhaltungssystem automatisch Buchungsvorschläge erzeugt werden, da die Informationen auf Zahlungs- und Belegseite identisch sind. Auch Gebühren und Auszahlungsbeträge der Zahlungsanbieter werden zur Verfügung gestellt. Diese können über Buchungsvorlagen automatisch verbucht werden. Ein händisches aufwändiges Buchen ist nicht mehr nötig und somit ist der gefürchtete Zeitaufwand um ein Vielfaches kleiner. Durch sinnvolle Aufbereitung der Zahlungsdaten können Systeme die Arbeit für Sie übernehmen, was Ihnen und Ihrem Steuerberater Zeit, Mühe und dadurch auch Geld spart.

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Das „meet billbee and friends 2019“ -Wochenende

© Quelle: Billbee

Eine kleine Erzählung von Vorträgen, Networking, Fahndungsfotos, Eheringen und „Geisterfahrten“. Einblicke in das Wochenende mit der NetConnections GmbH.

Schon die ganze Woche hat unsere Projektleiterin Sophie sich auf ihren Vortrag bei der Veranstaltung „meet billbee and friends 2019“ am kommenden Samstag (23.03.) vorbereitet. Gut soll der Vortrag schließlich werden. Chef Sven betont bei jeder Gelegenheit, wie toll unsere Sophie das macht und ist insgeheim gottfroh, dass er diesen Vortrag nicht halten muss.

Am Freitagmittag hat sich unser Dreamteam dann ins Auto geschwungen, um sich auf den Weg in das 500 km entfernte Detmold zu machen. Am Vorabend ist nämlich ein kleines Get-together geplant, das sich die Beiden natürlich nicht entgehen lassen wollen.

 

Wenn Schwaben sparen

Die Fahrt verläuft vorerst ruhig und entspannt, bis sich Sophies Ehering beim Hände eincremen nach unten in den Fahrerfußraum verabschiedet und verschollen bleibt. Panik! Doch Sven hält gekonnt die Geschwindigkeit auf der linken Spur während Sophie mit akrobatischen Einlagen versucht, unter den Fahrersitz zu kriechen, um Ihren Ehering wieder hervorzuangeln (im Nachhinein hoffen wir alle, dass das niemand gesehen hat.) BING! Bitte AdBlue auffüllen. Also auf Richtung Autohof und Tankstelle. Das kommt der mittlerweile etwas zerzausten Sophie gerade recht. In einem stehenden Auto sucht es sich schließlich viel angenehmer. Kaum an der Zapfsäule angekommen, wird die Suche fortgesetzt. Sven hat währenddessen gemütlich Zeit zu tanken und das AdBlue aufzufüllen. Und auch wenn er kein gebürtiger Schwabe ist, dachte er sich sicher „sparen, sparen, sparen“, als er beschloss nur 1,5 Liter AdBlue nachzufüllen. Zurück am Auto findet er eine glückliche Sophie samt Ehering auf dem Beifahrersitz vor. Wunderbar. Jetzt kann die Fahrt entspannt weiter gehen. Kaum vom Autohof runtergefahren BING! Bitte AdBlue auffüllen… 1,5 Liter waren wohl nicht ganz die Menge, die sich das Auto erhofft hatte. Also eine Runde um den Autohof, wieder zur Tankstelle und das Ganze mit dem AdBlue nochmal von vorne. Diesmal allerdings mit einem 5 Liter Kanister.

Chef Sven tankt während Sophie ihren Ring unter dem Fahrersitz sucht.

Das Navi erzählt komisches Zeug

Aber jetzt! Runter vom Autohof und wieder ab auf die Autobahn. Die Aktion hat nun doch etwas Zeit gekostet. Nach einer guten halben Stunde stellt Sven allerdings fest, dass das Navi da wohl etwas ganz Komisches berechnet. Bitte nehme Sie die nächste Ausfahrt. Und auch die Ankunftszeit verschiebt sich immer weiter nach hinten. Aber die Autobahn ist frei, kein Stau in Sicht, kein Grund von der Autobahn abzufahren. „Oh Gott Sven!“ Sophie hat schnell den Grund für die vermeintliche Verzögerung entdeckt. Und man muss schon sagen, der ist plausibel. Sven schien nach den vielen Runden um den Autohof etwas desorientiert gewesen zu sein und hatte sich wohl versehentlich für die Autobahnauffahrt Richtung Heimat entschieden. Nach einer Stunde kommen sie dann wieder am Autohof vorbei und haben den Lachflash des Jahres hinter sich.

Endlich in Detmold angekommen.

Eine super Veranstaltung

Nach einer Fahrt ohne weitere Zwischenfälle können sich Sophie und Sven beim Get-together etwas erholen und viele Onlinehändler kennenlernen, ein bisschen schnacken und Kontaktdaten austauschen. Am nächsten Tag war es um 14 Uhr dann endlich soweit. Sophie hielt souverän ihren Vortrag mit dem Titel „Buchhaltung und Onlinehandel: Durch Automatisierung bares Geld sparen“. Chef Sven ist natürlich stolz wie Bolle. Direkt nach dem Vortrag und über den restlichen Tag verteilt, konnten weitere Kontakte geknüpft und gute Gespräche geführt werden. Die Veranstaltung hat billbee sehr gut organisiert und sie war für uns ein echter Mehrwert. Wir kommen nächstes Jahr sehr gerne wieder!

Sophie bei ihrem gelungenen Vortrag.

Nachtrag:

Am Montag wird im Büro von der Veranstaltung am Wochenende geschwärmt und natürlich wird auch die AdBlue-Geschichte und die der Autobahnverwirrung zum Besten gegeben. Am Höhepunkt der Schilderungen angelangt, klingelt bei Chef Hannes das Telefon… „Ich habe hier eine Tankstelle dran, die sagt, dass irgendjemand vergessen hat, seine Tankrechnung zu bezahlen.“.

Fahndungsbilder der Tankstellenüberwachsungskameras gab es übrigens gratis.

Chef Sven bezahlt AdBlue…nur AdBlue. Selbstverständlich haben wir die Tankrechnung mittlerweise brav überwiesen.

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Das Gute an schlechten Bewertungen

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„5 Sterne, schnelle Lieferung, gerne wieder“. Worte, die wohl jeder Shopbetreiber gerne in seinen Bewertungen liest. Ganz klar, denn die Kaufentscheidung von Kunden wird durch Bewertungen stark beeinflusst. Doch sind 5 Sterne wirklich immer das Beste? Wir haben es geklärt.

Bitkom hat Online Shopper ab 14 Jahren gefragt, welche Entscheidungshilfen sie generell vor dem Kauf von Produkten nutzen. Die Probanden konnten Stimmen in 6 verschieden Kategorien vergeben. Dabei kam heraus, dass 63% der Befragten unter anderem Online-Kundenbewertungen als Entscheidungshilfe nutzen.

Der Kunde möchte ein gutes Produkt erwerben, das seinen Erwartungen entspricht. An den Bewertungen anderer Kunden kann er schnell erkennen, ob das Produkt seine Vorstellung von Qualität, Preisleistung oder Funktion erfüllt. Daraus kann man für sich ableiten: Je mehr gute Bewertungen, desto positiver wird die Kaufentscheidung beeinflusst. Aber ist das wirklich so?

Natürlich sind schlechte Bewertungen grundlegend nichts Erfreuliches. Aber es ist normal, dass nicht immer alles für jeden Kunden perfekt ist, zum Beispiel weil ein Kunde andere Ansprüche an das Produkt hat, die es eigentlich nicht erfüllt. Kurz gesagt, schlechte Bewertungen sollten die guten natürlich bei weitem nie überwiegen, aber sie sind etwas ganz Normales. Und hier sind wir schon bei einem wichtigen Punkt. Schlechte Bewertungen sind normal und wenn es gar keine gibt, macht es uns als Verbraucher doch sehr schnell stutzig. Denn jeder hat mittlerweile davon gehört, dass Bewertungen gekauft oder gefälscht werden. Und wenn man als Kunde auf ein Produkt trifft, das durchgängig nur mit 5 Sternen bewertet wurde, dann verliert es direkt an Glaubwürdigkeit. Dies wurde sogar mit Zahlen belegt. ProvenExpert hat hierzu Zahlen aus verschiedenen Untersuchungen in einer übersichtlichen Grafik zusammengetragen. Es zeigt sich, dass einen halben Stern weniger zu haben (4,5 Sterne statt 5) das dreifache an Umsatz einbringt. 95% der Befragten vermuteten eine Manipulation, wenn keine negativen Bewertungen vorhanden waren. Wegen ein paar schlechterer Bewertungen muss man also nicht direkt in Panik verfallen. Sie sorgen für Glaubwürdigkeit und müssen nicht nur negativ wahrgenommen werden. Trotzdem sollte man sich solche Bewertungen anschauen. Denn sie können wichtige Aufschlüsse darüber geben, was man selbst an seinem Shop oder seinen Produkten noch verbessern kann. Auch eine Reaktion ist bei solchen Bewertungen auf jeden Fall angebracht und auch wichtig.

Wie sie schlechte Bewertungen am besten handlen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

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7 wichtige Regeln im Umgang mit schlechten Kommentaren

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Ob in den Rezensionen oder auf Social Media: Auf negative Kommentare sollte man reagieren. Zum einen um die Kontrolle darüber zu behalten, was auf den eigenen (Verkaufs-)Kanälen so passiert, und zum anderen, um potenziellen Kunden ein gutes Bild von Ihrem Shop zu vermitteln.

Wer sich nicht nur über positive Kommentare freut, sondern zeigt, dass er auch mit Kritik umgehen kann und die Anliegen seiner Kunden ernst nimmt, kann damit gut punkten. Welche Regeln man beim Umgang mit schlechten Kommentaren unbedingt beachten sollte, haben wir für Sie zusammengefasst. Zusätzlich finden Sie am Ende auch noch ein paar unterhaltsame Anregungen für den Umgang mit Trollen.

1. Reagieren Sie schnell

Wenn ein Kunde verärgert oder enttäuscht ist, sollte möglichst schnell darauf reagiert werden. Dies kann weiterem Frust bei Kunden vorbeugen und verhindern, dass er seine Frustration weiter in andere Kommunikationskanäle streut.

2. Bleiben Sie freundlich

Eine der wichtigsten Grundregeln in der Kommunikation ist natürlich Freundlichkeit. Das ist für viele eine Selbstverständlichkeit, aber sollte an dieser Stelle trotzdem erwähnt werden.

3. Nehmen Sie Ihre Kunden ernst

Es ist wichtig, seine Kunden und User ernst zu nehmen. Nicht nur für den betroffenen Kunden, sondern auch für die potenziellen Kunden, die Ihre Antwort eventuell lesen werden. Natürlich gibt es im Internet auch genug Menschen, denen es bei Ihrem Kommentar nur auf eine Provokation ankommt. So lange eine Person sich aber nicht im Ton vergreift und ein echter Kunde zu sein scheint, sollten Sie seine Beschwerde immer ernst nehmen.

4. Rechtfertigen Sie sich nicht

Wenn sich ein Kunde zu einem Produkt oder einem Sachverhalt äußert, und man selbst als Verkäufer hat das Gefühl, dass z.B. Zusammenhänge falsch dargestellt werden, bekommt man ganz automatisch das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. Nur leider ist das an dieser Stelle nicht angebracht. Denn wenn unser Gegenüber schlechte Laune hat, wird es uns nicht möglich sein, diese Situation durch eine Diskussion zu entspannen. Es wird eher den gegenteiligen Effekt haben. Und wenn es öffentlich in eine Diskussion ausartet, kann es sehr schnell unangenehm werden.

5. Entschuldigen Sie sich

Manchmal laufen die Dinge einfach nicht wie Sie sollen. So etwas passiert und ist keine Schande. Wenn es angebracht ist, sollten Sie zu dem Fehler stehen und sich bei Ihrem Kunden entschuldigen.

6. Bieten Sie Lösungen an

Wenn es bei einem komplexeren Sachverhalt mit einer Entschuldigung nicht getan ist, ist es wichtig, dem Kunden eine Lösung für das Problem vorzuschlagen. Welche Lösungen Sie anbieten können, ist natürlich sehr abhängig von der Art des Problems. Manchmal kann ein Gutschein ausreichen, um die erhitzten Gemüter abzukühlen, oft bedarf es aber auch etwas mehr individueller Absprache mit dem Kunden.

7. Bedanken Sie sich

Am Ende einer Antwort ist es nicht verkehrt, sich für das Feedback zu bedanken. Denn den Kunden, der Sie schlecht bewertet hat, können Sie abfangen und vielleicht noch zu einem zufriedenen Kunden machen. Der Kunde, der seinen Frust für sich behält, gibt ihn vielleicht weiter, ohne dass Sie es mitbekommen, und Sie haben somit keine Chance, das Ganze noch abzuwenden.

 

Zusammengefasst

Ihre Antwort sollte schnell erfolgen, freundlich formuliert sein und dem Kunden das Gefühl geben, ernst genommen zu werden. Vermeiden Sie Versuche der Rechtfertigung und versuchen Sie anstatt dessen, eine neutrale Antwort zu formulieren, mit dem Angebot einer Kontaktaufnahme per E-Mail. Wenn es angebracht ist, dann entschuldigen Sie sich freundlich bei Ihrem Kunden und bieten Sie ihm gegebenenfalls direkt oder in späterem Mailkontakt einen Lösungsvorschlag an.

So ist auch für alle anderen User klar zu erkennen, dass Sie sich um Ihre Kunden kümmern, deren Bedürfnisse ernst nehmen und bereit dazu sind, individuelle Lösungen im einzelnen Gespräch zu finden.

Beispiele

„… schade, dass Du mit unserem Produkt nicht zufrieden warst. Wir möchten uns deiner Kritik stellen, damit wir uns zukünftig verbessern können. Daher nehmen wir deine Kritik gerne detailliert per E-Mail (info@beispiel.de) entgegen. Vielen Dank für Dein Feedback und dass Du dir die Zeit genommen hast uns zu bewerten.“

oder auch

„…wir bedauern, dass Sie mit den Leistungen unseres Produkts nicht zufrieden waren. Ihre Kritik nehmen wir auf und werden den Sachverhalt intern nochmals prüfen. Gerne können Sie uns Ihre Kritik auch detailliert direkt per E-Mail senden (info@beispiel.de). Vielen Dank für Ihr Feedback und dass Sie sich die Zeit genommen haben uns zu bewerten“

Trolle

Neben den ernstzunehmenden Kundenbeschwerden finden sich – besonders auf Social Media – immer wieder auch Kommentare von sogenannten Trollen. Solche Internettrolle haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihren Kommentaren bewusst zu provozieren und Unruhe zu stiften. Wie man auf solche Kommentare schlagfertig reagieren kann, zeigt die Tageszeitung DIE WELT auf ihrer Facebookseite. Allerdings ist jedem selbst überlassen wie er mit solchen Kommentaren umgehen möchte. Neben DIE WELT gibt es auch noch viele weitere Unternehmen, die auf diese Art von Kommentaren sehr humorvoll und schlagfertig antworten. Auch Dr. Oetker bewies Schlagfertigkeit bei einem unangemessenen Kommentar zu ihrer Schokopizza. Lassen Sie sich also gerne von anderen ein bisschen inspirieren.

 

Zum Abschluss finden Sie hier ein lustiges Best of der Antworten von DIE WELT.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für 7 wichtige Regeln im Umgang mit schlechten Kommentaren

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